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Bioenergie und Naturschutz im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – ein Leitfaden


Die Problematik um den zunehmenden Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen sowie die Auswirkungen auf den Naturschutz sind vor allem in Schutzgebieten wichtige Themen. Im Auftrag der Verwaltung des Biosphärenreservats "Niedersächsische Elbtalaue" haben wir 2010 den Leitfaden erarbeitet. Die erste Auflage von 1.500 Stück war bereits im Herbst 2010 vergriffen, so dass 2011 jetzt bereits die zweite, leicht aktualisierte Auflage gedruckt wurde.

Inhalt:
Im länderübergreifenden UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Biogasanlagen in Betrieb genommen. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung auf Basis erneuerbarer Energien und somit ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein für landwirtschaftliche Betriebe. Die meisten Biogasanlagen verwenden Nachwachsende Rohstoffe als Substrat, insofern ist vor allem im Umkreis der Anlagen oftmals eine Veränderung der Landnutzung zu beobachten. Heute ist Mais die am häufigsten für Biogas angebaute Kultur. Daneben gibt es einige weitere Pflanzen wie Sudangras, Hirse oder Sonnenblumen, die noch relativ neu in unserer Landschaft sind. Durch den gestiegenen Bedarf an Energiepflanzen hat der Nutzungsdruck auf die landwirtschaftlichen Flächen stark zugenommen. Das UNESCO Biosphärenreservat als Modellregion für nachhaltige Entwicklung sieht seine Aufgabe darin, den sich abzeichnenden negativen Auswirkungen durch Konzepte entgegen zu wirken, die sowohl ökonomische als auch ökologische Belange berücksichtigen. Denn der Erhalt der Biologischen Vielfalt und konsequenter Klimaschutz sind nicht als Gegensätze zu verstehen, sondern bedingen sich gegenseitig.

Im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesamtes für Naturschutz zum Thema „Biosphärenreservate als Modellregionen für Klimaschutz und Klimaanpassung“ wurde an der Elbe ein gemeinsames Projekt der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ermöglicht. Die Broschüre richtet sich an Landwirte, Bioenergieproduzenten, an Behörden, Vertreter der Wasserwirtschaft und auch an Naturschutz- und Naturkundevereine sowie alle interessierten Personen. Sie ist kostenlos im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue erhältlich.

URL: Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue
URL: Leitfaden "Bioenergie und Naturschutz"   (PDF-Datei 3,26 MB)



Treffen der DO-G Projektgruppe „Vögel der Agrarlandschaft“
vom 4.–5. März 2011



Das nächste Treffen der Projektgruppe findet vom 4. bis 5. März 2011 in Münster statt. Das Programm sowie Informationen zur Anmeldung und Übernachtung sind auf der Internetseite der DO-G zu finden.

URL: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft e.V. (DO-G)



NOV-Förderpreis erhalten


Auf der Jahresversammlung der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) am 20. und 21. September 2008 in Osnabrück wurden Siegfrid Spalik, Petra Bernardy und Krista Dziewiaty für ihre Arbeiten zum Schutz des Ortolans mit dem NOV-Förderpreis 2008 ausgezeichnet. Die Laudatio wurde von Bernd Oltmanns gehalten und der Preis von Herwig Zang überreicht.

URL: Bericht des NOV-Förderpreises 2008



Ökologie und Schutz des Ortolans (Emberiza hortulana) in Europa


Der Tagungsband zu dem IV. Internationalen Ortolan-Symposium, das 2007 in Hitzacker stattfand, ist 2009 erschienen.

Eine Besprechung zu dem Tagungsband ist hier erhältlich.

Bezugsquelle:
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

URL: NLWKN - Ökologie und Schutz des Ortolans (Emberiza hortulana) in Europa
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